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Im Winter spielt das traditionelle Brauchtum in Bayern eine große Rolle. Besonders ausgeprägt sind die teilweise uralten Advents- und Weihnachtsbräuche in den ländlichen Gegenden, wo die stimmungsvollen Veranstaltungen immer wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern anlocken.

So ist beispielsweise das sogenannte „Buttnmandllaufen“ am Nikolaustag ein echter Zuschauermagnet. Vor allem in den Dörfern des Berchtesgadener Landes erfreut sich diese Tradition großer Beliebtheit. Die „Buttnmandl“ sind wilde Gesellen, die um die Hüften schwere Glocken tragen und deren Gesichter sich hinter fantasievollen Masken oder Tierfellen verstecken. Das Wort „Buttn“ beschreibt übrigens im Volksmund das Scheppern eben dieser riesigen Glocken. Die „Buttnmandl“ sind die Begleiter des Heiligen Nikolaus, sie verkörpern Fruchtbarkeitsgeister aus vorchristlicher Zeit.

Alte Bräuche in Bayern – Das „Buttnmandllaufen“

Alljährlich ziehen sie gemeinsam mit dem Nikolaus und den „Gankerln“ (Teufelsgestalten) von Haus zu Haus und besuchen die ansässigen Familien. „Brave“ Kinder, die vor der eindrucksvollen Gruppe Lieder singen und beten, erhalten kleine Geschenke, während „unartige“ Kinder aus dem Haus gezerrt und draußen in den Schnee geworfen werden.

Buttnmandllaufen Buttnmandl Bayern

Interessanterweise gehört fast immer auch ein „Nikoloweibl“ zum Gefolge. Da der alte Brauch aber ausschließlich den Männern und männlichen Jugendlichen vorbehalten ist, schlüpft ein einheimischer Bursche in eine traditionelle Mädchentracht und verkörpert auf diese Weise das „Weibl“. Für Bayern Urlauber ist diese Tradition natürlich ein sehr reizvolles Schauspiel. Niemanden hält es in seiner Ferienwohnung, wenn der Nikolaus mit seinem Gefolge laut scheppernd durch das Dorf zieht.

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In den meisten Gemeinden des Berchtesgadener Landes findet das „Buttnmandllaufen“ am 05. oder 06. Dezember statt. Es gibt aber auch Ausnahmen: Das kleine Dorf Loipl (Bischofswiesen) veranstaltet den Einkehrbrauch beispielsweise stets am ersten Adventssonntag, in Maria Gern (Marktgemeinde Berchtesgaden) findet er sogar erst am Heiligen Abend statt.

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Wer sich also in der Vorweihnachtszeit einen kleinen Urlaub rund um Berchtesgaden gönnt, sollte sich das „Buttnmandllaufen“ nicht entgehen lassen. Stimmungsvoller könnte die „stille Zeit“ wohl nicht eingeläutet werden!

Bildnachweis: fuseholder / flickr.com