Das Ettaler Mandl in den Ammergauer Alpen ist ein bizarrer Kalkzacken mit einer Höhe von 1633 Metern. Wer den Gipfel erklommen hat, kann von oben einen traumhaften Blick auf das Werdenfelser Land und die zahlreichen Seen im Gebiet der Voralpen genießen. Bei Wanderern und Kletterern ist das Ettaler Mandl sehr beliebt, denn der Weg ist abwechslungsreich und führt durch eine herrliche Landschaft. Dennoch sollten Urlauber die Strecke mit Vorsicht genießen, denn sie kommt nicht ganz ohne Tücken aus.

Ettaler Mandl in den Ammergauer Alpen

Anfangs handelt es sich um eine reine Genusswanderung. Der Anstieg erfolgt über einen komfortablen Wanderweg, der keinerlei Problem darstellt. Der Gipfel kann allerdings nur über einen kurzen Klettersteig bewältigt werden, der für Ungeübte eine kleine Herausforderung ist. Zwar gilt diese Kletterpassage technisch als eher leicht, der Blick nach unten sorgt aber sicherlich bei dem einen oder anderen Teilnehmer für Gänsehaut. Aus diesem Grund sollte eine gewisse Schwindelfreiheit auch selbstverständlich sein.

Das Ettaler Mandl mit Blick über die Voralpenlandschaft vom Ettaler Weibl aus.

Das Ettaler Mandl mit Blick über die Voralpenlandschaft vom Ettaler Weibl aus. 1)

Ein großes Sicherheitsrisiko ist der Steig allerdings eher nicht, denn er wurde mit Ketten hervorragend abgesichert, große Griffe und Tritte sind ausreichend vorhanden. Zeitaufwand: etwa zehn bis 15 Minuten. Für geübte Kletterer ist dies lediglich eine harmlose „Kraxelei“, falls aber Familien mit Kindern die Tour zum Ettaler Manndl planen, sollte der Nachwuchs besser zusätzlich gesichert werden.

Etwa zwei Stunden werden für den kompletten Aufstieg benötigt, Ausgangspunkt ist ein Parkplatz in Ettal. Wer erschöpft, aber glücklich, das Ettaler Manndl wieder verlassen hat, sollte in Ettal unbedingt einen Abstecher zum weltbekannten gleichnamigen Kloster unternehmen, das unter anderem eine eindrucksvolle Barockkirche und eine Brauerei umfasst. Auch der angeschlossene Klostergarten ist mit seinen wunderschönen Pflanzen und Kräutern absolut sehenswert!

Übrigens: Die beste Zeit für diese Wanderung liegt zwischen Mai und Oktober. Besonders beliebt ist der Frühherbst, wenn die schon etwas tiefer stehende Sonne die Landschaft in ein magisches Licht taucht und die behaglichen Unterkünfte abends zum Relaxen einladen.

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