Das Gäubodenfest in Straubing ist fast so bekannt wie das Münchner Oktoberfest, mit dem großen Unterschied, dass man auf dem Volksfest der niederbayerischen Region „Gäuboden“ fast nur auf Einheimische trifft und die Maß Bier um einiges billiger ist.

In einer Woche ist es wieder so weit, aber wie ist das Straubinger Spektakel eigentlich entstanden und was gibt es dort zu erleben?

Straubing erlangt Berühmtheit

Wie könnte es auch anders sein: Ein König hat das Fest ins Leben gerufen. 1812 noch als landwirtschaftliches Vereinsfest mit Zuchtschauen, Anbaumethoden und Pferderennen bekannt, so nahmen ab 1819 die Anfänge des Vergnügungsparks ihren Lauf und es wurden immer mehr Kegelbahnen, Schießstände und Losbuden geboten. Außerdem gab es, wie heute auch, ein Feuerwerk und festliche Umzüge.

Das Fest fand mal in Straubing oder Passau statt, ab 1837 zusätzlich in Landshut, und wurde stets reicher an Angeboten. Erst 1898 konnte sich Straubing seinen Posten als alleiniger Veranstalter sichern, zunächst allerdings nur im Zweijahresrhythmus. Damals kamen schon 25.000 Besucher (heute sind es 1.400.000), obwohl Straubing zu diesem Zeitpunkt nur 17.000 Einwohner hatte. Seit 1949 trägt es seinen heutigen Namen „Gäubodenfest“ und findet seit 1962 jedes Jahr statt.

Es beherbergt zusätzlich die „Ostbayernschau“, eine Verbraucher-Messe für Landwirtschaft, Kunsthandwerk, Freizeit und vieles mehr. Es ist heute das zweitgrößte Volksfest Bayerns und dauert 11 Tage. Weitere Informationen zum Gäubodenfest und anderen bayerischen Feierlichkeiten finden Sie in der Kategorie „Erleben“ auf bayerisches-thermenland.de. Nun aber die Antwort auf die Frage, was es dort zu erleben gibt.

Egal ob Action auf den zahlreichen Fahrgeschäften, oder Spaß beim Gewinnspiel - das Gäubodenfest bietet für jeden Geschmack ein breites Programm. Bild: © Polka Dot Images/Thinkstock

Egal ob Action auf den zahlreichen Fahrgeschäften, oder Spaß beim Gewinnspiel – das Gäubodenfest bietet für jeden Geschmack ein breites Programm. Bild: © Polka Dot Images/Thinkstock

Erlebnisparadies Gäubodenfest

Das Festgelände ist 100.000 Quadratmeter groß und ein Tag wird kaum ausreichen, um alle Attraktionen, Veranstaltungen und die sieben Bierzelte zu besuchen. Top Spin, Feuer & Eis, Flip Fly oder G-Force? Die Besucher haben die Qual der Wahl sich zwischen den verschiedenen rasanten Fahrgeschäften zu entscheiden. Zum ersten Mal gibt es einen Free Fall-Tower und man darf sich auf einen 55-Meter hohen Riesenflieger freuen.

Es gibt aber auch Angebote für das zarte Gemüt, wie z.B. Riesenrad, Schiffsschaukel oder Kinder-Kettenkarussell. Ansonsten findet man noch die Kassenschlager Hau den Lukas, Autoscooter und die zweistöckige Geisterbahn. Nicht verpassen sollte man am Eröffnungstag den Auszug der Mitwirkenden zur Festwiese und das Feuerwerk am letzten Abend!

Kulinarisch hat das Fest sowohl traditionell bayerische Gerichte zu bieten, in den Festzelten und zahlreichen Imbissbuden kann man aber auch Crepes, Pizza, Fisch, Lamm und süße Volksfest-Klassiker genießen. Dabei darf aber der Bierkonsum nicht zu kurz kommen, schließlich sollte man den würzigen Gerstensaft der Straubinger Traditionsbrauereien einmal probiert haben.

Wer mitfeiern, aber nicht auffallen will, besorgt sich vorher besser Dirndl oder Lederhose.

Bild: © Polka Dot Images/Thinkstock