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Das Berchtesgadener Land ist für seine vielen Bräuche und Traditionen bekannt. Besonders im Winter, wenn die Weihnachtszeit naht, erfreuen sich viele Urlauber an den faszinierenden Veranstaltungen. Besonders hervorzuheben ist diesbezüglich der alte Brauch des Weihnachts- und Silvesterschießens.

Schon einige Tage vor dem Fest, am 17. Dezember, geht es los: Beim sogenannten „Christkindlanschießen“ wird die kommende Weihnachtszeit lautstark aber dennoch auch stimmungsvoll begrüßt. In den folgenden Tagen wiederholt sich diese Prozedur stets zur gleichen Uhrzeit … bis zum Heiligen Abend.

Christkindlanschießen und Silvesterschießen

Wenn dann die Christmette beginnt, tritt bis Silvester Ruhe ein. Vorher wird es aber noch einmal ganz besonders laut: In und um Berchtesgaden treffen sich die Weihnachtsschützen auf mehreren Standplätzen, um am 24. Dezember zwischen 23.00 und 24.00 Uhr gleichzeitig mit ihren Hand- und Schaftböllern für jede Menge Aufsehen zu sorgen. Auf diese Weise wird dann auch an Silvester das alte Jahr feierlich verabschiedet, bevor das Schießen am Neujahrstag in die letzte Runde geht.

Die insgesamt rund 3000 Schützen rund um das Berchtesgadener Land sind in verschiedenen Vereinen organisiert und pflegen diese Tradition bereits seit vielen Jahren. Seit 1925 gehören die einzelnen Vereine zu einem Zusammenschluss mit dem Namen „Vereinigte Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes“. Ziel dieses Zusammenschlusses war es schon damals, traditionelles überliefertes Brauchtum nicht nur zu sichern, sondern auch zu fördern.

Berchtesgadener Weihnachtsschützen

Berchtesgadener Weihnachtsschützen 1)

Für Gäste und Urlauber ist das Schießen auch heute noch immer ein ganz besonderes Erlebnis. Viele lauschen dem Spektakel am Fenster ihrer Ferienwohnung, andere spazieren dagegen durch die festlich geschmückten Straßen und sind auf diese Weise hautnah dabei, wenn die prachtvoll gekleideten Schützen ihr Können zum Besten geben.

Die Wurzeln dieses Brauchs liegen übrigens in einer uralten heidnischen Tradition. Damals versuchten die Menschen zunächst mit Glocken und Ketten, die düstere Jahreszeit zu vertreiben und die Natur lautstark wieder aufzuwecken. Richtig geschossen wird erst seit dem 19. Jahrhundert: Das stimmungsvolle Spektakel zieht nach wie vor zahllose Zuhörer und Zuschauer in seinen Bann.

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